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Eine Safari in Simbabwe ist ein Erlebnis, das sträflich unterschätzt wird. Das Land taucht nur selten ganz oben auf den immer wiederkehrenden Listen der beliebtesten Safaridestinationen auf. Und doch gehören die Eindrücke und Erinnerungen, die du von einer Reise hierher mitnimmst, zu jenen, die du dein Leben lang in Ehren halten wirst.
Eine Reise durch diese ungewöhnliche Safaridestination wird dich in ihren Bann ziehen.
Auf Safaris in Simbabwe erlebst du die begehrten Wildlife-Momente, die untrennbar mit einer Afrikareise verbunden sind. Zugleich bietet das Land einige der besten Walking Safaris des Kontinents, ein absolutes Muss für alle, die die überwältigende Schönheit der Landschaften Simbabwes wirklich intensiv aufnehmen möchten.
Wenn du dich aufmachst in dieses wilde, uralte und oft missverstandene Land, das schwierige Zeiten durchlebt und sich doch immer wieder neu zusammengerauft hat, dann ist dieser Guide genau das Richtige für dich. Er hilft dir bei der Vorbereitung auf eine Reise, die – da lehnen wir uns nicht zu weit aus dem Fenster – alles andere als gewöhnlich sein wird.

Kann man in Simbabwe die Big Five sehen?
Simbabwe ist eines der authentischsten Safariziele Afrikas, auch wenn es oft unter dem Radar bleibt und von bekannteren Destinationen wie dem Kruger-Nationalpark überschattet wird.
Die Big Five (Löwe, Leopard, Elefant, Nashorn und Büffel) können in mehreren Nationalparks des Landes gesichtet werden, allerdings nicht unbedingt alle an einem einzigen Ort. Oft ist es sinnvoll, während einer Simbabwe-Safari mehr als nur einen Park zu besuchen, wenn du wirklich alle fünf sehen möchtest.
Besonders der Hwange Nationalpark ist für seine Elefantenpopulation berühmt, eine der größten weltweit. Es ist keine Seltenheit, still an einem Wasserloch zu sitzen und zu beobachten, wie Hunderte von Elefanten in Wellen heranziehen. Ihre sozialen Interaktionen zu erleben, vor allem wenn Jungtiere dabei sind, ist ein unvergesslicher Anblick.
Der Park beherbergt außerdem Löwen, Büffel, Nashörner und Leoparden. Damit ist Hwange einer der wenigen Parks, in denen theoretisch alle Big Five vorkommen. Alle fünf während nur einer einzigen Safari-Reise zu sehen, ist jedoch leichter gesagt als getan.
Elefanten- und Büffelsichtungen sind in Hwange äußerst häufig, auch Löwen werden vergleichsweise oft gesichtet. Leoparden dagegen sind deutlich schwerer zu finden, und Nashörner werden nur äußerst selten gesehen, da Wilderei ihre Bestände drastisch dezimiert hat.
Wer in Simbabwe gezielt Nashörner sehen möchte, hat im Matobo-Nationalpark die besten Chancen. Dort werden sowohl Spitz- als auch Breitmaulnashörner streng geschützt. Das Tracking zu Fuß in Begleitung eines erfahrenen Guides gehört zu den eindrucksvollsten Erlebnissen überhaupt. Die Spannung, vielleicht gleich hinter der nächsten Ecke auf ein Nashorn zu treffen, macht diese Aktivität besonders intensiv und unvergesslich.

Welches sind die wichtigsten Reiseziele in Simbabwe?
Simbabwe hat mehrere herausragende Reiseziele, und nicht alle davon drehen sich ausschließlich um Safaris.
Das Land ist ein vielseitiges Urlaubsziel, das dich unterhalten, berühren und bereichern wird.
Da dies ein Guide speziell zur Safari in Simbabwe ist, konzentrieren wir uns hier auf die wichtigsten Regionen, in denen du auf Pirschfahrten gehen und die Tierwelt hautnah erleben kannst:
Hwange Nationalpark
Der Hwange Nationalpark ist ohne Zweifel das beste Wildschutzgebiet in Simbabwe und zugleich der größte Nationalpark des Landes. Er beherbergt über 100 Säugetierarten, darunter auch die Big Five. Der Park liegt an der Grenze zu Botswana im Westen Simbabwes und umfasst beeindruckende 14 600 Quadratkilometer, ungefähr so groß wie Belgien.
Hwange ist besonders bekannt für seine Raubtiersichtungen und seine riesigen Elefantenherden. Mehr als 40 000 Elefanten leben hier, und es ist ein außergewöhnliches Erlebnis, sie an Wasserlöchern, in Familiengruppen oder bei ihren sozialen Interaktionen zu beobachten.
Mana Pools Nationalpark
Der Mana Pools Nationalpark ist ein UNESCO-Weltnaturerbe und liegt im äußersten Norden Simbabwes, entlang des Sambesi an der Grenze zu Sambia.
Walking Safaris sind hier von großer Bedeutung und zählen zu den beliebtesten Aktivitäten. Der Park ist außerdem berühmt für seine Elefantensichtungen. Einige von ihnen stellen sich sogar auf die Hinterbeine, um an die begehrten Akazienschoten zu gelangen.
Dies ist das entlegenste Safari-Gebiet in Simbabwe, doch die lange Fahrt in den Norden des Landes lohnt sich in jeder Hinsicht. Die Abgeschiedenheit, die Wildheit der Landschaft und die Intensität der Naturerlebnisse machen Mana Pools zu einem der eindrucksvollsten Safariziele Afrikas.

Matobo Nationalpark
Wenn du die berühmten Balance-Felsen sehen möchtest, die auf der simbabwischen Währung abgebildet sind, musst du in den Matobo Nationalpark reisen. Der Name „Matobo“ bedeutet „kahle Köpfe“, was sehr treffend ist, sobald man die rund geschliffenen Felsformationen zum ersten Mal sieht.
Matobo bietet ein außergewöhnliches Erlebnis, das einen wieder mit der Erde und der eigenen Umgebung verbindet. Es ist ein zutiefst spiritueller Ort, und wer hier zu Fuß unterwegs ist, kann unterwegs Felsmalereien entdecken.
Darüber hinaus gibt es im Park einige historische Stätten, darunter die Gräber von Cecil Rhodes und Mitgliedern der sogenannten Shangani Patrol, die im Ersten Matabelekrieg getötet wurden.
Matusadona Nationalpark
Der Matusadona Nationalpark liegt am Ufer des Kariba-Sees und ist nach dem Matusadona-Hügel benannt. Hier treffen Wasser, Wildnis und reiche Tierwelt auf beeindruckende Weise aufeinander.
Der Park eignet sich hervorragend für Bootsausflüge und klassische Game Drives. Mit etwas Glück siehst du Löwen, Büffel, Elefanten, Impalas, Wasserböcke, Flusspferde und viele weitere Arten. Manche Reisende haben sogar das große Glück, hier Wildhunde zu beobachten.
Matusadona ist außerdem ein ideales Ziel zum Angeln oder für Wanderungen auf den landschaftlich reizvollen Wegen.
Die Victoriafälle
International ist Simbabwe vor allem für die Victoriafälle bekannt. Sie gehören zu den größten Wasserfällen der Welt und markieren einen Teil der Grenze zwischen Simbabwe und Sambia. Es gibt Zeiten im Jahr, in denen die Fälle eher wie ein bescheidener Wasserlauf wirken. Besuchst du sie jedoch kurz nach der Regenzeit, sind sie ein überwältigendes Naturschauspiel.
Auch in puncto Tierwelt hat die Region etwas zu bieten. Direkt neben den Fällen liegt der Victoria Falls Rainforest Park, in dem man Paviane, Buschböcke, Mangusten und andere kleine und größere Bewohner des Waldes beobachten kann.

Welche Safari-Aktivitäten kann man in Simbabwe erleben?
Pirschfahrten sind das Rückgrat jeder Safari in Simbabwe, doch sie sind nur der Anfang deines Abenteuers.
Simbabwe ist bekannt für seine außergewöhnliche Guiding-Tradition, die weithin als eine der besten in ganz Afrika gilt.
Das bedeutet, dass du nicht nur Sichtungen sammelst, sondern auch Geschichten, Wissen und tiefere Einblicke in die Ökosysteme um Sie herum. Genau das hebt eine Safari in Simbabwe deutlich von konventionelleren Safarierlebnissen ab.
Zu den Safari-Aktivitäten, die Sie genießen können, gehören:
- Walking Safaris, besonders in Mana Pools und Matobo, wo man den trockenen Boden unter den Füßen knirschen hört, während man frischen Tierspuren folgt.
- Kanusafaris auf dem Sambesi, die eine Perspektive eröffnen, die zugleich friedlich und intensiv lebendig wirkt. Wenn Flusspferde in der Nähe auftauchen, während Schreiseeadler über einem kreisen, entsteht ein sehr intimes Naturerlebnis, zumal immer nur wenige Gäste gleichzeitig auf dem Fluss unterwegs sind.
- Nachtpirschfahrten, bei denen man die nachtaktiven Bewohner der Parks entdeckt, darunter Bushbabys, Eulen und andere Spezies, die man tagsüber kaum zu Gesicht bekommt.
- Nashorn-Tracking, vermutlich eine der demütigsten und eindrucksvollsten Aktivitäten. Sie bietet tiefe Einblicke in die Naturschutzarbeit Simbabwes und macht bewusst, wie kostbar jede einzelne Sichtung ist.

Wann ist die beste Reisezeit für eine Safari in Simbabwe?
Wie bei allen Safaridestinationen in Afrika gibt es auch für eine Reise nach Simbabwe Zeiten, die sich besonders gut für eine Safari eignen.
Als beste Reisezeit gilt in der Regel die Trockenzeit von Mai bis Oktober.
In diesen Monaten sammeln sich die Tiere vermehrt an Wasserstellen, die Vegetation lichtet sich fast vollständig, und Wildtiere lassen sich deutlich leichter beobachten als in den heißen Sommermonaten, wenn es mehr Wasserquellen gibt und der Busch dichter ist.
Zwischen August und Oktober lassen sich außerdem die eindrucksvollsten Fotos machen. Das goldene Licht und die dramatischen, staubgeschwängerten Sonnenuntergänge schaffen eine fast filmreife Atmosphäre. Etwa ab Mitte bis Ende Oktober setzt dann meist der Regen wieder ein.
Auch wenn die Trockenzeit als ideal für eine Safari in Simbabwe gilt, hat die Grüne Jahreszeit von November bis März ihren ganz eigenen Reiz.
In diesen Monaten explodieren die Landschaften förmlich in Farbe, die Vogelwelt zeigt sich von ihrer spektakulärsten Seite, und die Parks sind deutlich ruhiger, da weniger Gäste unterwegs sind.
Zugegeben, die Regenschauer können manchmal heftig ausfallen, vor allem in Jahren mit starken Überschwemmungen. Doch der Regen bringt neues Leben und eine andere Art von Schönheit mit sich. Wer nach Ruhe, Einsamkeit und einem eher kontemplativen Reisetempo sucht, kann die Grüne Jahreszeit als äußerst faszinierende Zeit für eine Safari in Simbabwe erleben.

Ist eine Safari in Simbabwe sicher?
Sicherheit ist ein ganz natürlicher Aspekt bei der Planung jeder Reise, und Simbabwe hat in der Vergangenheit zweifellos seine Herausforderungen erlebt.
Heute jedoch gilt Simbabwe für Besucher als sicheres Reiseland, insbesondere die Safari-Regionen werden als gut organisiert und zuverlässig gemanagt eingeschätzt. Dies trifft ganz besonders dann zu, wenn man mit einem seriösen Reiseveranstalter oder auf einer geführten Safari unterwegs ist.
Was die Unterkünfte betrifft, sind die Lodges und Camps, vor allem jene, die Teil einer geführten Simbabwe-Safari sind, in der Regel von sehr erfahrenen Teams geführt. Auch die Safari-Guides sind hervorragend ausgebildet und verfügen über viel Erfahrung im Umgang mit Tieren, Gästen und dem Busch.
Die Infrastruktur des Landes ist solide genug, um Reisende gut zu unterstützen. Selbstfahrten sind grundsätzlich möglich, sollten aber nur von Personen unternommen werden, die mit dem Konzept einer Self-Drive-Safari vertraut und sich damit wirklich wohlfühlen.
Wie überall auf der Welt gilt: gesunder Menschenverstand ist unerlässlich. Hören Sie auf Ihren Guide (und auf Ihr Bauchgefühl), respektieren Sie die Tierwelt und folgen Sie den lokalen Hinweisen und Sicherheitsregeln.
Simbabwe ist zudem bekannt für seine herzliche, offene Gastfreundschaft. Viele Besucher berichten, dass ihnen die Wärme und Freundlichkeit der Menschen ebenso lebendig in Erinnerung bleibt wie die großen Tiererlebnisse.

Wenn Sie noch überlegen, wohin Ihre nächste Afrikasafari führen soll, sollte Simbabwe weit oben auf Ihrer Liste stehen.
Die Nationalparks sind deutlich weniger überlaufen als viele andere Schutzgebiete in Afrika, das Guiding ist außergewöhnlich, und das Gefühl der Verbundenheit – sowohl mit der Landschaft als auch mit den Menschen – ist tief und nachhaltig.
